Ein gelungenes Programm erklärt den Teilnehmenden transparent, warum sie befragt werden und was nach dem Bericht geschieht. Nutzen Sie diese Leitgedanken für Ihre Planung.
01
Beobachtbare Verhaltensweisen in den Mittelpunkt stellen
Fragen lassen sich wesentlich leichter beantworten, wenn sie konkrete Alltagssituationen beschreiben. Fragen Sie nach greifbarem Verhalten statt nach pauschalen Eindrücken. Sehen Sie immer die Option „Konnte ich nicht beobachten“ vor, um erzwungene Antworten zu vermeiden.
02
Vertraulichkeitsregeln vorab transparent machen
Erklären Sie den Teilnehmenden, welche Angaben anonym und welche namentlich sind, wer Berichte erhält und was bei geringem Rücklauf geschieht. Formulieren Sie die Regeln in einfacher, verständlicher Sprache.
03
Raum für die Nachbesprechung einplanen
Würdigen Sie Stärken ebenso wie Entwicklungsfelder. Betrachten Sie unterschiedliche Sichtweisen zwischen Gruppen als Gesprächsanlass und nicht als Beweis, dass eine Gruppe recht hat. Unterbinden Sie jeden Versuch, Verfasser anonymer Kommentare ausfindig zu machen.
04
Einen praxistauglichen nächsten Schritt wählen
Konzentrieren Sie sich auf ein Ziel, das die Person im Arbeitsalltag aktiv einüben kann. Definieren Sie das Verhalten, einen Termin und Zwischenschritte. Halten Sie die Verbindung zu den Erkenntnissen des Berichts aufrecht.
05
Mit einem Fortschritts-Check nachfassen
Geben Sie der Person Zeit zum Üben und befragen Sie das Umfeld anschließend gezielt zu den gewählten Kompetenzen. Behalten Sie eventuelle Änderungen an Fragen oder Teilnehmerkreisen im Hinterkopf, um die Folgeergebnisse richtig einzuordnen.